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Winterschlaf

Viel Zeit ist seit meinem letzten Eintag hier vergangen.
In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich feststellen, dass Passwortmanager eine fabelhafte Erfindung sind, sofern man sich seine Passwörter noch an anderer Stelle notiert hat.
Die Neuformatierung meiner Rechner war schuld an der Tatsache, dass ich einige Monate weder Zugriff auf mein Blog, noch auf die dazugehörige Email-Adresse hatte, den auch dieses Passwort hatte ich mir natürlich nirgendwo extern notiert. Beim nächsten Mal bin ich schlauer und schreibe mir alles auf - ganz altmodisch auf einen Zettel, eine unbezahlte Rechnung, oder, umständehalber, einfach auf den letzten Bierdeckel.

Während ich hier schreibe, sitze ich das erste Mal in diesem Jahr auf meinem Balkon und rauche eine Zigarette. Nach dem Verlust meines Katers und einem nicht enden wollenden Winter mit sibirischen Temperaturen hatte ich mich nämlich dazu entschieden, das Projekt "Nichtraucherwohnung" im wahrsten Sinne des Wortes "auf Eis" zu leben.
Dass ich bei meinen Rauchorgien regelmäßig nur knapp dem Kältetod entronnen bin, könnte zwar auch damit zusammenliegen, dass ich abends gemeinhin nur T-Shirts und Boxershorts zum Rauchen trage, aber ich bin schlicht und ergreifend zu faul, um mich für jede Zigarette in den Skianzug oder sonstige wintertauglichen Klamotten zu werfen.

Ferner habe ich auch in diesem Winter alles daran gesetzt, um einem eventell auftretenden "Truthahnhals" vorzubeugen. Die Tatsache, dass mein Mitbewohner nicht nur Bäcker, sondern auch mindestens genauso verfressen ist, wie ich selbst, kam mir -zumindest in diesem Punkt- sehr gelegen. Folglich kenne ich inzwischen also nicht nur sämtliche Funktionen meines Herdes, sonder auch die Inhalte meiner Küchenschränke, mit denen ich seit Einzug in die Wohnung mehr oder weniger auf Kriegsfuß stand, weil sie nur noch 1/3 des Stauraumes bieten, den ich einstmals im lieblichen Mauenheim benötigte, um jede Menge nötige und unnötige Küchenutensilien zu verstauen.
Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass es kaum förderlich war, aus zwei mal überkomplettem Küchenequipment eine halbwegs funktionelle Winzküche zu bestücke.
Also hieß es abspecken, zumindest den Hausstand. Statt der üblichen 1000 stehen jetzt nur noch 150 Geschirrteile im Schrank rum und von insgesamt 25 Pfannen sind nur noch 8 übrig. Ich habe viel bei Ebay verkauft, und die Dinge von denen man sich dann doch nicht trennen konnte/wollte/durfte, stehen im fiesesten aller Mooreichen-Buffets rum, dass die Welt je gesehen hat. Und weil der Trümmer gar so hässlich ist, steht er in einem Raum unserer Wohnung, der wahrscheinlich nur noch in den Plänen der Hausverwaltung verzeichnet ist.


Ansonsten ist hier aber so langsam der Alltag eingekehrt, wir haben den ersten Rohrbruch, Weihnachten, Geburtstag und Karneval ohne größere bleibende Schäden überlebt, und ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, endlich mal wieder unsere Fenster zu putzen, die es wirklich nötig haben, da meine Katze sich einen Heidenspaß daraus macht, jeden Morgen über den (in der letzten Zeit häufig) Nassen balkon zu tippeln, nur um danach mit den nassen Pfoten auf allen umliegenden Scheiben seltsame Dekorationen zu gestalten. Ich bin davon natürlich nicht begeistert, aber vermutlich ist das ihr Beitrag zum Thema "Schöner Wohnen".

In diesem Sinne, bis neulich.

+++herrKiller+++

8.3.10 16:59, kommentieren

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Somewhere thats green...

Jetzt bin ich also endlich umgezogen.

45-mehr-m² haben mich dazu veranlasst, aus meinem schönen, netten, hübschen, bekannten, muckeligen, kleinen Heimatviertel Nippes in die unendliche, unbekannte, Pampa des Kölner Südens (genauer; nach Marienburg, noch genauer; direkt an den Milltärring) zu desertieren.

Im Moment fühle ich mich allerdings ein bisschen wie frisch transplantiert, vom zarten Stadtpflänzchen zum Plattfuß aus den Wäldern.
Denn abbgesehen davon, dass ich hier kein Schwein (geschweigedenn einen Eber oder sonst irgendeine Sau) kenne, gibt es hier auch keine Einkaufsmöglichkeit, keine Kneipe und keine U-Bahn-Station, die ich fußläufig erreichen kann.

Mein Arbeitsweg hat sich mit diesem Umzug zeitlich vervierfacht, und wenn die Zuverlässigkeit des Linienbusverkehrs der KVB genau so ist, wie sie meine neuen Nachbarn beschreiben, sehe ich schwarz.
Oder besser gesagt grün, denn ich werde mir schon in naher Zukunft ein neues Fahrrad kaufen müssen, weil's altersschwache Auto nach den ganzen Umzugsstrapazen auch nicht mehr so will, wie ich.

Wirklich schlimm ist allerdings, das mein heißgeliebter Kater offenbar überhaupt keine Lust hatte, hier zu wohnen und sich vor kurzem über den Balkon verabschiedet hatte und seit her unauffindbar ist. Ich bin gespannt, ob ich ihn wieder finde :-(

Von der Wohnung ansich bin ich jedoch immer noch hellauf begeistert, und ich glaube, wenn die restliche Einrichtung endlich geliefert wird, werde ich mich auch einleben.
Ich habe mich für viele neue, weiße Möbel entschieden, deren Chancen, ihre Farbe zu behalten, ich als recht hoch einschätze, da ich zu allem Überfluss auch noch beschlossen habe, ab jetzt einen Nichtraucherhaushalt zu führen.
Das soll natürlich nicht heißen, dass ich fortan als militant-ignoranter Ex-Raucher (a.k.a. Insa) meine Mitmenschen mit zweifelhaften Anti-Rauch-Maßnahmen belästigen werde, sondern nur, dass ich beschlossen habe, die 25m² Balkonfläche, die ebenfalls zur Wohnung gehören, effektiv zu nutzen.
Das führt auch dazu, dass ich bei den aktuellen Temperaturen quasi gar nicht mehr rauche, da ich die Zigaretten stets nach spätestens drei Zügen wieder ausdrücke, weil mir so kalt ist und ich noch nicht in der Lage war, meine neueste Mitbewohnerin namens Erkältung wieder aus meinem gebrechlichen Körper zu bugsieren.

Mehr aus meinem neuen (blauen) Dunstkreis in Kürze wieder hier.

In diesem Sinne, bis neulich.
+++herrKiller+++

1 Kommentar 14.10.09 05:25, kommentieren

Wir wär`n dann (fast) so weit...

Ende im Gelände.

Ich habe die ultimative(n) Wohnung(en) gefunden.
Wie das eben immer so ist, kamen am Tag des freudigen Ereignisses gleich auch noch Zusage für die favorisierten Wohnungen Nummer zwei, drei und vier, und auf meinem Schreibtisch liegen nunmehr vier nicht unterschriebene Mietverträge.

Gut, eigentlich waren es fünf Angebote, aber die Wohnung im dunklen Teil von "50739" ist raus, wer will schon gerne im Bilderstöckchen wohnen. Allein der Stadtteilname reicht aus, um in Depressionen zu verfallen.

Jetzt heisst es also Nippes vs. Marienburg, Nordstadt vs. Südstadt, Altbau vs. Neubau oder -schlicht und ergreifend- Heimat gegen neues Leben.

Wie ich mich entscheide? Ich habe keine Ahnung.
Bis zum kommenden Dienstag muss aber einer der vorliegenden Mietverträge unterzeichnet sein.

More to come.
Wo? Hier!

In diesem Sinne,
bis neulich.

+++herrDennis+++

1 Kommentar 29.8.09 05:28, kommentieren

Beauty & Wellness

Tag 52 der Wohnungssuche.
In diesem Punkt bisher nichts neues, außer ein origineller Herr am Telefon, der versuchte,mir seine Altersvorsorge in Form einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Weltstadt Frechen-Königsdorf (was ja auch DIREKT neben Nippes liegt) schmackhaft zu machen. Verwies freundlich, aber bestimmt auf die Ausdrücklichkeit der Stadtteile in meinem Inserat und kam auch nicht umhin, mich noch kurz über die Nachteile des Kennzeichens "BM" auszulassen, bevor ich mich verabschiedete.

Im Anschluss hieran wollte ich Insa um ein paar Euro anschnorren, da meine Gehaltszahlung in diesem Monat offenbar mal wieder außerordentlich unpünktlich ist.
Schickte also frohen Mutes eine SMS und hoffte auf Antwort, die auch direkt kam, postwendend, sozusagen.
Insa teilte mir mit, dass es nichts werden würde mit Vorschuss, da sie im Krankenhaus läge.

Ich machte mir natürlich sofort Vorwürfe und nahm an, dass es etwas mit meinem Plan zu tun hätte, in ihr Haus ziehen zu wollen und malte mir die schrecklichsten Herzinfarktszenarien seit Opas Krankenhausaufenthalt aus.
Aber dem war dann letztlich doch nicht so, die Gute hat sich eine leckere Blutvergiftung eingefangen und liegt zunächst mal auf der Intensivstation.
Nun weiß ja der geneigte Leser, dass ich es hin und wieder gar nicht schlecht finde, wenn Insa leidet, schließlich leide auch ich regelmäßig wegen -oder besser-UNTER ihr.
Irgendwo hört der Spaß allerdings auch auf, und ich hatte wirklich Mitleid mit ihr, als sie da so vollverkabelt vor mir lag.
Schlecht ging es ihr allerdings schon nicht mehr, denn ich wurde sofort zum Pizza holen abkommandiert,was ich auch ohne zu Murren ausführte da der Krankenhausfraß im Allgemeinen nun wirklich ungenießbar ist.
Morgen wird sie hoffentlich auf Normalstation verlegt und dann sehen wir mal weiter.

Simone liegt mir schon seit Wochen damit im Ohr, dass sie jetzt voll auf der Beauty- und Wellnesswelle mit zu schwimmen gedenkt.
Dies umfasst mehrere Besuche bei der Kosmetikerin und sogar im Fitness-Studio hat sie sich angemeldet, wobei ich letzteres ja überhaupt nicht unterstütze.
Die Sache mit der Kosmetik finde ich allerdings selbst auch ganz gut und habe beschlossen, demnächst auch mal dort vorbei zu schauen. Machen wir uns mal nix vor, die Haut um die 30 ist eine anspruchsvolle, und da ich mir meinen Teint zusätzlich noch durch Alkohol und Unmengen Nikotin ruiniere, kann sowas sicher nicht schaden.

Zum Thema Falten fällt mir ansonsten noch ein, dass meine Großeltern für den morgigen Mittwoch ihren Besuch angekündigt haben. Glücklicherweise habe ich drei Wohnungsbesichtigungen und Nippes gerade kein vernünftiges Brauhaus, denn sonst wäre ich danach sicherlich wieder ein Wrack.

In diesem Sinne, bis neulich.
+++herrDennis+++

2 Kommentare 18.8.09 22:07, kommentieren

Mitbewohner.

Mittlerweile schreibe ich Tag 50 der Wohnungssuche.

In 40 Tagen ziehe ich also aus meiner Wohnung aus, und hoffentlich in eine neue ein, sofern ich sie denn endlich finde, denn auch nach geschätzten 30 Besichtigungen habe ich immer noch nichts gefunden, was mir zusagt.

Wobei es letzte Woche beinahe so gewesen wäre:
Die Wohnung:
Ein echter Traum mitten im Herzen von Nippes.
3. Stock, 3 Zimmer, 2 Balkone. Miete im absoluten Rahmen.

Die Infrastruktur:
Perfekt. Alteingesessenes Brauhaus im Erdgeschoss, eine Minute Fußweg zur Bahn, Frittenbude nebenan, bekanntes Fastfood-Restaurant schräg gegenüber.
Ich frohlockte schon innerlich darüber, dass ich zukünftig ohne Reue schlemmen, und dabei dennoch schlank bleiben könnte ob der vielen Stufen, die mich jedesmal erwarten würden.

Kurzum, ich war absolut begeistert, und auch die Tatsache, dass beim Betreten beider Balkone die Holzlatten unter meinem Gewicht einbrachen, taten meiner Begeisterung keinen Abbruch. Ebenso hätte ich über das Badezimmer im abscheulichsten Babyblau aller Zeiten hinweggesehen, wenn mir nicht irgendwann eingefallen wäre, dass ich ja eine Katze habe, die sich erfahrungsgemäß, wenn ich ihr ihren Freigang verwähre mit temporärer Inkontinenz (nicht zu verwechseln mit Inkompetenz) fürchterlich an mir und meinen Einrichtungsgegenständen -bevorzugt:versehentlich liegen gelassene Klamotten, Badematten, Teppiche, (letztere aus diesem Grund schon kurz nach Einzug der Katze gegen Laminat und PVC getauscht) rächen wird.

Dachte noch kurz über die folgenden, gegebenen Möglichkeiten nach:
Katzennetz:
Kontraproduktiv (da Katze auch Kabel zerbeisst, wenn ich nicht aufpasse) und furchtbar hässlich.
Katze vom einfach regelmäßig vom Balkon schmeissen, wenn sie raus möchte:
Auch nicht lange durchführbar. (Pinkelnde Katze schon anstrengend genug, tote Katze wahrscheinlich richtig scheisse).

Auch dieser Drops ist also gelutscht, und ich befürchte, dass das snobbige Pärchen, vom Besichtigungstermin nach mir wohl alsbald in meine Traumwohnung ziehen wird. Hoffentlich fällt der hakennasigen Tussi ein Deckenbalken in ihr Vogelnest, das vermutlich in seinem vorigen Leben mal eine Hochsteckfrisur war, und ihr übertoasteter Freund stranguliert sich mit seinem Goldkettchen kurz drauf am Aufänger des Duschkopfes! Manno!

Am Freitag ließ ich mich dann noch zur einer Verzweiflungstat hinreissen und rief bei meiner ehemaligen Hausverwaltung an.
Die nette Dame am Telefon teilte mir auch gleich freundlich mit, dass sie "genau das richtige" für mich hätte...

Nippes Zentrallage, Verkehrsberuhigt, Drei Zimmer, 75m², Erdgeschoss, Balkon-
und Insa im sechsten Stock.

In diesem Sinne, bis neulich.

+++herrDennis+++

1 Kommentar 17.8.09 03:20, kommentieren